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Warum ausgerechnet Kanada?

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Als ich das erste Mal die Landschaften Kanadas sah, war ich schlicht überwältigt.
Die Schönheit der Natur, die Weite, die Berge und Seen, eine Vielfalt, welche ihres Gleichen sucht.

Mehr und mehr erfuhr ich über Kanada und mit jeder Information wurde meine Sehnsucht noch bestärkt.

Viel Fläche, Natur und die wenigen Menschen, die dort leben

So erfuhr ich, dass Kanada eines der flächenmäßig größten Länder der Welt ist – dabei zugleich aber nicht annähernd so dicht besiedelt ist, wie Deutschland.

In Kanada kommen 3,3 Einwohner/km² – dagegen sind es in Deutschland 230 EW/km. Ein weiteres Plus für mich, da man an Deutschland sieht, dass mehr Menschen auf einem Platz, nicht bedeuten, dass hier auch mehr Austausch statt findet. Im Gegenteil. Die Leute sind sich hier so fremd, dass schon Leute in der U-Bahn Stundenlang tot umherfuhren, bis einem dies auffiel.

Desto weniger Menschen oder desto rauer die Umgebung, desto mehr sind Menschen auf sich angewiesen. Man hilft sich, wo Hilfe benötigt wird und das bestärkt das soziale Empfinden.

Einmal selbst Migrant sein 

Die nächste wichtige Information die ich erhielt, war die, dass Kanada ein „Einwanderer-Land“ ist. Doch anders als in Deutschland, welches zu 40% bereits selbst schon aus „Zuwanderern“ besteht, sind die Kanadischen Einwanderer Menschen die Kanada aufbauen. Die sich dort eine Existenz aufbauen und am Gesamtkunstwerk Kanada mitwirken wollen. Die Menschen sind dankbar aufgenommen zu werden und sie zahlen es auf diese Art zurück.

Das kann ich hier in Deutschland nicht sagen. Hier ist kaum einer „dankbar“ noch kommt man mit der Absicht, dieses Land auszubauen und zu bereichern.

Ich hingegen wäre froh mich in einem Land wie Kanada einbringen zu können.
Die offene Haltung Migranten gegenüber ebenso mit meinem Zutun zu würdigen und Teil einer solch stolzen, menschlichen Gesellschaft zu sein.

Weltweit einzigartiges Experiment

Mit dieser Philosophie ist Kanada ein weltweit einzigartiges Experiment.
Menschen aus aller Herren Nationen „sind heute Kanada“.
Und dieses Experiment steht erst am Anfang. Man kann in Kanada, wie in keinem anderen Land der Welt erleben, wie hier die Herkunft keine größere Rolle spielt, als das neue „Ich“, das des Kanadiers und wie sich hier eine Gesellschaft, statt vieler Parallelgesellschaften herausbildet.

Die Philosophie sagt mir zu. Ich denke, vielen „neu Kanadiern“ sagt sie zu, was sie zu geistigen Brüdern und Schwestern macht und viel mehr Wert ist, viel größeres zu Tage fördert, als es sonst heute noch möglich wäre.
Es ist wie ein Ruf, Intuition, das hier mein Platz ist, dass hier meine Zukunft liegt.

Ich muss nur noch wissen, wie.